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Neue Kontrolleurinnen und Kontrolleure 2018

Den diesjährigen VAPKO-Kurs für angehende Pilzkontrolleurinnen und -kontrolleure haben 19 Kandidatinnen und Kandidaten erfolgreich abgeschlossen.

Die VAPKO hofft, dass die meisten von ihnen die verantwortungsvolle Tätigkeit eines Pilzkontrolleurs in einer Gemeinde in Angriff nehmen und wünscht den Kontrolleurinnen und Kontrolleuren viel Spass und Freude beim Prüfen von Pilzen. Mit der Pilzkontrolle leisten sie alle einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz für die Bevölkerung.

Nachfolgend die erfolgreichen Prüfungsabsolventen des VAPKO-Kurses 2018 am Plantahof in Landquart: 

 Pilzkontrolleurinnen und -kontrolleure        
Name Vorname PLZ Wohnort Kanton
 Aellig  Simon 3048  Worblaufen BE
 Beeler  Martin 4057  Basel BS
 Egger  Urs 1716  Plaffeien FR
 Gsponer  Michaela 8953  Dietikon ZH
 Hegglin  Michael 8158  Regensberg ZH
 Itel  Remo 8253  Diessenhofen TG
 Iten  Alois 8627  Grüningen ZH
 Jauch  Franz 6467  Schattdorf UR
 Langemann  Dorothee 8702
 Zollikon ZH
 Looser  Olivia 4415
 Lausen BL
 Mächler  Jürg 8046
 Zürich ZH
 Mistl  Claudia D-79713
 Bad Säckingen D
 Schmidiger  Hans 3414
 Oberburg BE
 Schulthess  Rolf 8580  Biessenhofen TG
 Sibold  Reni  5436  Würenlos  AG
 Sibold  Thomas 5436  Würenlos AG
 Spiess  Gregor 5300  Turgi AG
 Stieger  Eva 9000  St.Gallen SG
 Weiss  Matthias 3065  Bolligen BE
Notfallpilzexperten        
 Ackermann  Monika 3014  Bern BE
 Bächler  Patrick 3186  Düdingen FR
 Bernhard  Ruth 8712  Stäfa ZH
 Bitterli  Mariette 8624  Grüt ZH
 Lüthi  Suzanne 4222  Zwingen BL
 Marzohl  Daniela 5734  Reinach AG
 Menzi  Fredi 9565  Rothenhausen TG
 Sigel  Harald 5734  Reinach AG
 Weber  Katharina 8800  Thalwil ZH

 Oktober 2018 / Maria Neuhäusler

Mitteilung zum VAPKO-Materialhandel

Liebe Pilzkontrolleurinnen, liebe Pilzkontrolleure

Der Materialhandel wird nach der VAPKO-Tagung 2018 in andere Hände übergehen – nach genau vierzig Jahren Vorstandstätigkeit ziehe ich mich aus dem Vorstand zurück. Ich habe dieses Amt sehr gerne ausgeführt – aber jetzt ist es Zeit für ein paar andere Hobbies.

Vorläufig werde ich weiterhin die Pilzkontrollstellenbörse betreuen, dies einerseits, weil ich sie ins Leben gerufen habe, und anderseits, weil sie mir ans Herz gewachsen ist und ich viele Kontrolleurinnen und Kontrolleure gut kenne, sodass mir das Vermitteln nicht schwer fällt.

Ich bitte euch alle, eure Pilzkontrollscheine für das ganze Jahr (also bitte auch eine Reserve) vor Ende September bei mir zu bestellen. Ich bin im Oktober eine Woche in der (obligaten) Pilzweiterbildung, danach findet die Tagung statt und jemand anderes wird gewählt – und übernimmt meinen Job. Damit eine gewisse Einarbeitungszeit möglich ist, sollte mit der Bestellung nicht bis zum letzten Kontrollschein gewartet werden.

Vielen Dank euch allen fürs Verständnis.

Ich hoffe, möglichst viele von euch an der Tagung zu sehen, und grüsse euch bis dann herzlichst

Ruth Bänziger

 

Gartenstrasse 8

8212 Neuhausen am Rheinfall

052 672 67 83

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Medienmitteilung: Bundesrat hält Pilzkontrollstellen für unnötig


(Medienmitteilung der VAPKO vom 17.5.2018)


In einer Interpellation hat Nationalrat Balthasar Glättli nach der Zukunft der Pilzkontrolle in der Schweiz gefragt. Die Antwort des Bundesrates ist klar: Er hält die Pilzkontrollstellen für unnötig.

In der Interpellation 18.3331 «Aufhebung der Pilzkontrollpflicht» vom 16.3.2018 hat Nationalrat Balthasar Glättli nachgefragt, wie der Bundesrat die Lage beurteilt. Seit der Revision des Lebensmittelgesetzes in den 90er Jahren besteht für die Kantone keine Pflicht mehr, Pilzkontrollstellen zu unterhalten. Dementsprechend haben seither mehrere Kantone ihre Kontrollstellen abgeschafft. Damit wurde den Pilzkontrolleur/innen und der VAPKO die rechtliche Grundlage entzogen.

Der Bundesrat appelliert in seiner am 9. Mai 2018 veröffentlichten Antwort an die Eigenverantwortung der Pilzsammler/innen. Er findet es unproblematisch, dass sich mehrere Kantone aus der Verantwortung gezogen haben. 

Die Antwort des Bundesrates ist für die VAPKO aus mehreren Gründen stossend:

1.      Die VAPKO findet, dass die Regelung der Eigenverantwortung bei den Pilzen nicht dem Risiko angemessen ist. Zumal besonders auch Kinder betroffen sind, kann die Eigenverantwortung nur beschränkt geltend gemacht werden.

2.      Die VAPKO erachtet die Einschätzung des Bundesrates, dass die Pilzkontrolle auch privat organisiert werden könne, als falsch. Dass er in seiner Antwort auf das Verzeichnis der aktiven Kontrollstellen der VAPKO hinweist, ist Beweis dafür: Im Verzeichnis gelistet sind eben jene Kontrollstellen, welche beibehalten wurden, sozusagen also noch das Überbleibsel der alten Pflicht sind. Eine Pilzkontrolle muss niederschwellig sein und für die Pilzsammler/innen kostenfrei, sie kann nicht kostendeckend betrieben werden. Dafür vermeidet sie grosse Kosten für das Gesundheitssystem. Die Anzahl der Kontrollstellen in der Schweiz sinkt.

3.      Dass der Bundesrat ein Merkblatt, welches er zum Thema Pilzsammeln aufschaltet, als genügend Prävention erachtet, erstaunt. Hunderte Anfragen beantwortet Tox Info Suisse jährlich zu Pilzen, das ist nur die Spitze des Eisbergs, da der grosse Teil durch das (noch) funktionierende Netz an Kontrollstellen aufgefangen wird. Tendenz steigend.

4.      Der Bundesrat erachtet das heutige System für Prävention und Behandlung von Pilzvergiftungen als ausreichend und verweist auf das Netzwerk an Expert/innen von Tox Info Suisse. Dieses Netzwerk besteht aus VAPKO-Pilzexpert/innen, denen die rechtliche Grundlage entzogen wurde. Bei der Argumentation des Bundesrates beisst sich hier die Katze in den Schwanz. In den letzten sieben Jahren wurden in etwa tausend Fällen von Tox-Info-Suisse Experten beigezogen, bei denen es sich ausnahmslos um VAPKO-Pilzkontrolleur/innen gehandelt hat.

Die VAPKO findet es stossend, dass der Bundesrat nicht wahrhaben will, dass er sich auf die vermeintliche Sicherheit eines Systems abstützt, dessen rechtliche Grundlage entzogen wurde. Sie wird sich weiterhin, im Sinne des Gesundheitsschutzes, für eine sichere Regelung einsetzen.


Kontakt:

Marionna Schlatter, Medienverantwortliche VAPKO: 076 571 46 86